Der Hot Hatch – eine Autoklasse, die für ihre Kombination aus Erschwinglichkeit, Praktikabilität und Fahrspaß gefeiert wird – schien in der Automobilgeschichte zu verschwinden. Jahrzehnte immer strengerer Sicherheitsstandards und steigender Fahrzeuggewichte drohten den Geist der flinken, fesselnden Leistung auszulöschen, der Ikonen wie den Renault 5 GT Turbo und den Clio Williams auszeichnete. Aber der Alpine A290 ist da und beweist, dass der Hot Hatch nicht nur lebt, sondern sich weiterentwickelt.
Der A290 versucht nicht, Leistung mit absurden PS-Zahlen neu zu definieren; Stattdessen konzentriert es sich darauf, ein spannendes, nutzbares Erlebnis zu bieten. Dies ist ein entscheidender Wandel: Bei modernen Autos steht die pure Geschwindigkeit oft über dem Fahrspaß, was sie einschüchternd und für den täglichen Gebrauch unpraktisch macht. Die Leistung des A290 von 180 bis 220 PS, wobei der GTS+ der Spitzenklasse in 6,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, ist der perfekte Kompromiss zwischen Spaß und Zugänglichkeit.
Die Rückkehr zur Einfachheit
Ein Schlüssel zum Erfolg des A290 ist sein Engagement für den Frontantrieb. Während viele Hochleistungsautos heute standardmäßig auf Allradantrieb setzen, um maximalen Grip zu erzielen, hat sich Alpine bewusst für eine Konfiguration entschieden, die an die klassischen Hot Hatches der Vergangenheit erinnert. Hier geht es nicht um Nostalgie; es geht um Balance. Der Vorderradantrieb sorgt für ein ansprechenderes Fahrerlebnis, insbesondere in Kurven, wo subtile Gaspedaleinstellungen zu kontrolliertem Übersteuern führen können.
Der elektrische Antriebsstrang des Autos verstärkt dieses Gefühl. Durch das sofortige Drehmoment fühlt sich jede Beschleunigung dringlich an, doch Alpine hat die Gasannahme sorgfältig kalibriert, um eine Überforderung des Fahrers zu vermeiden. Im Gegensatz zu einigen Hochleistungs-Elektrofahrzeugen erfordert der A290 keine ständige Aufmerksamkeit, um ein Durchdrehen der Räder oder eine unvorhersehbare Leistungsabgabe zu vermeiden.
Nahtlose Integration der Technologie
Das Brake-by-Wire-System des A290 ist ein weiteres herausragendes Merkmal. Es verbindet regeneratives Bremsen nahtlos mit herkömmlichen Scheiben und sorgt so für ein natürliches, intuitives Gefühl. Tester von Autocar stellten fest, dass der Übergang zwischen Rekuperations- und Reibungsbremsung so sanft verläuft, dass der Fahrer ihn nicht einmal bemerkt. Dadurch wird das ruckartige, unvorhersehbare Verhalten, das bei einigen Elektrofahrzeugen auftritt, eliminiert, sodass der Fahrer die Leistung des Fahrzeugs bedenkenlos nutzen kann.
Der A290 liefert nicht nur Leistung; es liefert Kontrolle. Das ist es, was einen wirklich großartigen Hot Hatch von einem bloß schnellen Auto unterscheidet.
Warum das wichtig ist
Die Wiederbelebung der Hot-Hatch-Formel im Alpine A290 ist bedeutsam, denn sie zeigt, dass Elektroantriebe nicht auf Spaß und Effizienz verzichten müssen. Jahrelang befürchteten Autoenthusiasten, dass der Übergang zu Elektrofahrzeugen das Ende leichter, fahrerorientierter Autos bedeuten würde. Der A290 beweist, dass dies nicht der Fall ist: Elektrischer Antrieb kann das Hot-Hatch-Erlebnis verbessern und es reaktionsschneller, ansprechender und zugänglicher machen als je zuvor. Der A290 ist nicht nur ein Auto; Es ist eine Aussage über die Zukunft des Performance-Fahrens.


















