Arkansas setzt KI-Verkehrskameras ein, die Handgeräte erkennen

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Arkansas führt eine neue Welle KI-gestützter Verkehrskameras ein, die darauf ausgelegt sind, in Arbeitsbereichen Gesetze zum freihändigen Fahren durchzusetzen. Ab Mitte Januar scannen diese Kameras Fahrzeuge nach Fahrern, die Handheld-Geräte – hauptsächlich Mobiltelefone – in der Hand haben, und alarmieren die Polizeibeamten weiter unten, um sie anzuhalten. Diese Entwicklung stellt einen weiteren Schritt hin zu einer immer ausgefeilteren automatisierten Überwachung im öffentlichen Raum dar und wirft Fragen zur Privatsphäre und zur Genauigkeit der Durchsetzung auf.

Wie das System funktioniert

Die von der australischen Firma Acusensus hergestellten Kameras sind bereits international im Einsatz, unter anderem in Großbritannien, Griechenland und Australien. Die Technologie ist nicht dazu gedacht, automatisierte Tickets auszustellen; Stattdessen unterstützt es menschliche Offiziere. Die KI erkennt potenzielle Verstöße (z. B. wenn ein Fahrer ein Telefon in der Hand hält) und markiert sie zur Überprüfung durch zertifizierte Strafverfolgungsbehörden. Nach der Überprüfung wird ein Beamter das Fahrzeug anhalten, nachdem es den Arbeitsbereich verlassen hat.

Laut Vertretern des Arkansas Department of Transportation (ARDOT) zielt dieser Ansatz darauf ab, die Durchsetzungskonsistenz zu verbessern. Bestehende Gesetze verbieten die Verwendung von Handgeräten in Arbeitsbereichen, aber eine konsequente Polizeiarbeit war ohne eindeutige visuelle Beweise schwierig. Das neue System liefert diese Bestätigung.

Globaler Präzedenzfall und Bedenken

Dieser Einsatz folgt einem Trend zur Ausweitung der KI-gesteuerten Verkehrsüberwachung. In Athen, Griechenland, verhängte eine einzelne Acusensus-Kamera im Rahmen eines Pilotprogramms in nur vier Tagen über 1.000 Bußgelder. Die Rechtmäßigkeit solcher Systeme wird jedoch in Frage gestellt, insbesondere im Hinblick auf die Datennutzung.

ARDOT betont, dass Filmmaterial gelöscht wird, sofern es nicht für Gerichtsverfahren benötigt wird, und dass die Gesetze des Staates die Datenspeicherung einschränken. Das System ist darauf ausgelegt, potenzielle Verstöße zur Überprüfung durch die Beamten zu kennzeichnen und nicht die Ticketausstellung vollständig zu automatisieren. Das Fehlen einer Verfolgung falsch positiver Ergebnisse gibt jedoch Anlass zur Sorge hinsichtlich möglicher Ungenauigkeiten bei der Erkennung durch die KI.

Datenschutz und Transparenz

Arkansas stellt als Zeichen der Überwachung Warnschilder vor kameraüberwachten Arbeitsbereichen auf. Trotz der Zusicherungen von Beamten zum Umgang mit Daten trägt dieser Schritt zur breiteren Debatte über den Datenschutz im öffentlichen Raum bei. Der Einsatz dieser Kameras stellt einen Kompromiss dar: verstärkte Durchsetzung gegenüber möglicher Erosion der Anonymität.

Der Staat argumentiert, dass dies eine praktische Lösung zur Durchsetzung bestehender Gesetze sei, die Auswirkungen der Technologie gehen jedoch über die bloße Einhaltung hinaus. Mit zunehmender Verbreitung der KI-gestützten Überwachung werden Fragen zu Aufsicht, Fehlerraten und Datensicherheit immer dringlicher.

Letztendlich zeigen die neuen Verkehrskameras von Arkansas, dass man sich zunehmend auf KI zur Automatisierung der Strafverfolgung verlässt, was sowohl Chancen für mehr Sicherheit als auch Bedenken hinsichtlich der Zukunft der öffentlichen Überwachung mit sich bringt.