Cadillac und Ford streiten über Formel-1-Engagement

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Die bevorstehende Formel-1-Saison heizt sich abseits der Rennstrecke bereits auf, da die amerikanischen Automobilgiganten Cadillac und Ford über ihren jeweiligen Einstieg in den Sport streiten. Obwohl sich beide Marken in der schnell wachsenden Formel-1-Szene einen Namen machen, zeichnen sich ihre Ansätze – und das wahrgenommene Maß an Engagement – ​​durch starke Kontraste aus.

Cadillacs tiefer Einblick

Cadillac positioniert sich mit Unterstützung von General Motors (GM) als ernstzunehmender langfristiger Akteur in der Formel 1. GM hat sich an dem aus der Andretti-Mannschaft entstandenen Team beteiligt und plant, bis 2028 einen eigenen Antriebsstrang zu entwickeln. In der Zwischenzeit wird Cadillac Ferrari-Motoren nutzen, aber die Kernbotschaft von GM-Manager Dan Towriss ist klar: Es handelt sich um eine umfassende technische Operation und nicht nur um eine bloße Marketingübung.

„Beim einen handelt es sich um einen Marketing-Deal mit sehr minimalen Auswirkungen, während GM Anteilseigner ist“, erklärte Towriss und kritisierte Fords Ansatz direkt.

Das Engagement von Cadillac stellt eine erhebliche Investition in den Aufbau eines F1-Teams von Grund auf dar, was in der Vergangenheit jahrelange Anstrengungen und erhebliches Kapital erforderte.

Ford schlägt zurück

Ford, der als Motorenlieferant mit Red Bull Racing zusammenarbeitet, hat die Kritik von Cadillac nicht auf die leichte Schulter genommen. Bill Ford, Vorstandsvorsitzender von Ford, wies den Vorwurf zurück und wies darauf hin, dass Cadillac derzeit auf die Leistung von Ferrari angewiesen sei. Das Unternehmen legt Wert auf seinen praxisorientierten Ansatz: Ford Racing-Ingenieure sind in Red Bull Powertrains im Vereinigten Königreich eingebunden und liefern 3D-gedruckte Komponenten für den Hybridantrieb.

Laut The New York Times spielt Ford auch eine wichtige technische Rolle beim Batteriemanagement, der Kalibrierung und dem Einsatz. Dieser Grad der Integration zeigt eine tiefere technische Partnerschaft, als einfach nur ein Logo auf ein Gehäuse zu kleben.

Warum das wichtig ist

Die Rivalität zwischen Cadillac und Ford unterstreicht einen wichtigen Trend in der Formel 1: die zunehmende Bedeutung der Herstellerbeteiligung. In der modernen Formel 1 geht es nicht mehr nur um Privatteams; Es geht darum, dass Autohersteller den Sport als Testgelände für Technologie und als Plattform zur Präsentation des Markenprestiges nutzen. Der Kampf zwischen diesen beiden amerikanischen Marken zeigt, wie unterschiedlich Unternehmen an die Formel 1 herangehen können.

GM setzt darauf, ein komplettes Team von Grund auf aufzubauen, eine Strategie mit hohem Risiko und hohem Gewinn. Ford nutzt unterdessen ein bestehendes Kraftpaket (Red Bull), um schnell eine Präsenz aufzubauen. Keiner der beiden Ansätze ist von Natur aus überlegen; beides hängt von der Ausführung ab.

Der Weg in die Zukunft

Letztendlich wird die Wirksamkeit jeder Strategie an den Ergebnissen auf der Strecke gemessen. Während Ford mit Red Bull auf einen bewährten Sieger setzt, steht Cadillac ein harter Kampf bevor, um gegen etablierte Teams anzutreten. Die kommenden Saisons werden zeigen, ob GMs langfristiges Engagement den unmittelbaren Vorteil von Red Bull Ford Powertrains überwinden kann.

Es steht viel auf dem Spiel und die Spannungen zwischen diesen beiden Automobilgiganten werden sich mit dem Herannahen der Saison 2026 nur noch verschärfen.