Das Justizministerium hat einen Plan aufgedeckt, bei dem Online-Autoauktionsplattformen die Preise durch gefälschte Gebote und Absprachen künstlich in die Höhe getrieben und Käufer betrogen haben. Zwei Unternehmen, Eblock und ein namentlich nicht genannter Konkurrent (Unternehmen A), haben sich angeblich von November 2020 bis Februar 2022 verschworen, um den Wettbewerb zu unterdrücken und Auktionsergebnisse zu manipulieren, und damit gegen den Sherman Act verstoßen. Dieses Verhalten wirft Fragen zur Aufsicht auf dem schnell wachsenden Online-Autogroßhandelsmarkt auf.
Die Verschwörung zur Angebotsabsprache
Eblock erwarb Unternehmen A im Jahr 2020, aber das DOJ behauptet, Eblock habe es versäumt, auf Beweise zu reagieren, dass Unternehmen A bereits an illegalen Praktiken beteiligt war. Der Kern des Plans bestand aus „Nebengeboten“, bei denen gefälschte Gebote abgegeben wurden, um die Verkaufspreise in die Höhe zu treiben. Die Verschwörer tauschten außerdem vertrauliche Gebotsdaten zwischen Unternehmen A und einem anderen Unternehmen, Unternehmen B, aus, sodass sie maximale Gebote koordinieren und echten Wettbewerb vermeiden konnten.
Dies wurde dadurch erleichtert, dass Unternehmen B unbefugten Zugriff auf private Gebotsinformationen anderer Auktionsnutzer erhielt. Anschließend listeten die Unternehmen gekaufte Fahrzeuge erneut auf, um das System weiter auszunutzen, indem sie automatisierte Software nutzten, um unter dem Namen ahnungsloser Händler ohne deren Zustimmung gefälschte Gebote abzugeben.
Gewinne aufgeteilt, Whistleblower belohnt
Bei dem Plan ging es nicht nur darum, die Preise in die Höhe zu treiben; Die Verschwörer bündelten und teilten die zusätzlichen Gewinne auf, die sie durch zu viel zahlende Käufer erzielten. Obwohl das Justizministerium nicht alle beteiligten Unternehmen öffentlich benannt hat, hat Eblock einer aufgeschobenen Strafverfolgung zugestimmt, eine Geldstrafe in Höhe von 3,28 Millionen US-Dollar gezahlt und ein Compliance-Programm implementiert.
Ein Whistleblower, der dem DOJ wichtige Informationen übermittelte, erhielt eine historische Belohnung von 1 Million US-Dollar – die erste Auszahlung der Antitrust Division überhaupt. Mark Remily vom FBI betonte, dass der Betrug ohne diese Berichterstattung weitergegangen wäre und den Verbrauchern geschadet hätte, die unwissentlich überhöhte Preise für Fahrzeuge gezahlt hätten.
Warum das wichtig ist
Der Fall verdeutlicht die Risiken unkontrollierter Marktmanipulation im Online-Auktionsbereich. Da immer mehr Autoverkäufe online erfolgen, wird die Gewährleistung eines fairen Wettbewerbs immer wichtiger. Die Tatsache, dass dieses System über ein Jahr lang andauerte, bevor es entdeckt wurde, wirft Bedenken hinsichtlich der Transparenz und Rechenschaftspflicht innerhalb dieser Plattformen auf. Dieser Fall könnte einen Präzedenzfall für eine strengere Durchsetzung von Betrug auf dem digitalen Autogroßhandelsmarkt schaffen.
