BYD Shark 6 Cab/Chassis so eingestellt, dass es das Ute-Modell im Fleet Push unterbietet

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BYD bereitet die Erweiterung seiner Shark 6-Reihe um eine Kabinen-/Fahrgestellvariante vor, deren Preis unter dem bestehenden Ute-Modell liegt, was eine bewusste Strategie zur Erzielung von Flottenverkäufen signalisiert. Durchgesickerte Preisdetails aus Branchenführern bestätigen, dass die Kabine/das Fahrgestell des Shark 6 Dynamic bei 55.900 US-Dollar vor den Straßenkosten beginnen wird – eine leichte Reduzierung gegenüber dem Aufkleberpreis von 57.900 US-Dollar für den Shark 6 Premium ute.

Spezifikationskompromisse für geringere Kosten

Um diesen niedrigeren Preis zu erreichen, wird BYD einige Standardfunktionen aus der Kabinen-/Fahrgestellversion entfernen. Redbook-Einträge zeigen, dass die Dynamic-Ausstattung kein Head-up-Display, beheizte und belüftete Vordersitze, hintere Sichtschutzscheibe und Scheibenwischer mit Regensensor enthält. Zu den weiteren Verschlechterungen gehören ein kleinerer 12,6-Zoll-Touchscreen (im Vergleich zum 15,6-Zoll-Display des Ute), eine Lenkradverkleidung aus Kunstleder statt Leder sowie der Wegfall der NFC-Karteneingabe und der elektrischen Lordosenstütze für den Fahrersitz. Diese Änderungen spiegeln die auf dem neuseeländischen Markt beobachteten Unterschiede wider.

Antriebsstrang und Leistung bleiben wettbewerbsfähig

Trotz der technischen Anpassungen behält die Kabine/das Fahrgestell den Hybridantriebsstrang des Shark 6 bei: ein turbogeladener 1,5-Liter-Vierzylindermotor gepaart mit zwei Elektromotoren, die zusammen 321 kW und 650 Nm Leistung liefern. Die Kraftstoffeffizienz beträgt unter kombinierten Bedingungen 2,0 l/100 km, bei einer gebremsten Anhängelast von 2500 kg. Das Gewicht ist im Vergleich zu 2.710 kg des Ute leicht auf 2.600 kg reduziert, obwohl die Gleichstromladegeschwindigkeit von 55 kW des Ute auf 40 kW gesenkt wurde. Auch die Reifenqualität nimmt ab.

Flottenfokus: Eine wichtige BYD-Strategie

Der Schritt, ein günstigeres Fahrerhaus-/Fahrgestellmodell anzubieten, ist kein Zufall. Stephen Collins, COO von BYD Australia, hat offen erklärt, dass das Unternehmen auf Flottenkäufer abzielt, ein Segment, das 35 % aller Neuwagenverkäufe ausmacht. Flottenkunden legen Wert auf Gesamtbetriebskosten und Zuverlässigkeit, was den abgespeckten Shark 6 zu einer attraktiven Option macht. BYD zielt darauf ab, den Erfolg etablierter Automobilhersteller zu wiederholen, die für einen erheblichen Teil ihres Volumens auf Flottenverkäufe angewiesen sind.

Starke Privatverkäufe, aber als nächstes kommt Flottenwachstum

Interessanterweise hat der Shark 6 bei Privatkäufern bereits Anklang gefunden und ist im Jahr 2025 das viertbeliebteste Fahrzeug dieser Zielgruppe. Da die Flottenverkäufe jedoch immer noch hinter Konkurrenten wie Toyota HiLux und Ford Ranger zurückbleiben, positioniert BYD das Fahrerhaus/Fahrgestell strategisch, um seine Expansion in diesem wichtigen Marktsegment zu beschleunigen. Der 2,0-Liter-PHEV-Antriebsstrang mit einer überlegenen Anhängelast von 3.500 kg wurde in Australien zum Verkauf zugelassen, jedoch nur in Ute-Gestalt, sodass die Kabinen-/Fahrgestellvariante in einigen Anwendungsfällen leicht im Nachteil ist.

Die bewussten Preis- und Spezifikationsanpassungen von BYD für die Kabine/das Fahrgestell des Shark 6 zeigen den kalkulierten Versuch, auf dem wettbewerbsintensiven Flottenmarkt Fuß zu fassen. Der Schritt unterstreicht die umfassendere Ambition des Unternehmens, etablierte Automobilhersteller herauszufordern und seine Position als wichtiger Akteur in der australischen Automobillandschaft zu festigen.