Der neue Kia K4 ist eine überraschende, aber willkommene Ergänzung zum Kompaktwagenmarkt und sticht als benzinbetriebene Alternative in einer zunehmend elektrischen Landschaft hervor. Während viele Autohersteller batteriebetriebenen Fahrzeugen den Vorzug geben, stellt Kia seine Fähigkeit unter Beweis, ein überzeugendes traditionelles Fließheck-Erlebnis zu bieten. Der K4, der Nachfolger des Ceed, ist ein mutiges Statement dafür, dass nicht jeder Fortschritt den Verzicht auf bewährte Technologie erfordert.
Ein bewusster Rückschritt?
Die Ankunft des K4 fühlt sich in einer von Elektrofahrzeugen dominierten Ära fast trotzig an. Kia scheut den Verbrennungsmotor nicht; Stattdessen wird eine Formel verdoppelt, die immer noch bei vielen Fahrern Anklang findet. Dies ist von Bedeutung, da die Umstellung auf Elektroautos nicht allgegenwärtig ist und viele Verbraucher immer noch die Einfachheit und Erschwinglichkeit von Benzinmotoren bevorzugen. Der K4 richtet sich direkt an diese Zielgruppe und bietet ein geradliniges, fahrerorientiertes Erlebnis, das immer seltener vorkommt.
Design und Interieur
Das Äußere des K4 ist aggressiv modern und verfügt über den Kia-typischen „Tiger Nose“-Kühlergrill, integrierte Tagfahrlichter und versteckte hintere Türgriffe für eine schlanke, coupéartige Silhouette. Dieses Design steht in starkem Kontrast zum zurückhaltenderen Design von Konkurrenten wie dem Volkswagen Golf und macht den K4 sofort erkennbar.
Im Inneren bietet der K4 ein bekanntes digitales Cockpit-Layout, das sich an den Elektromodellen von Kia orientiert. Ein längerer Radstand bietet großzügigen Platz für die Fondpassagiere, während der Kofferraum mit 438 Litern das Fassungsvermögen des Golf übertrifft. Dieses praktische Innendesign legt Wert auf Komfort und Benutzerfreundlichkeit gegenüber futuristischen Spielereien.
Fahrerlebnis
Das Fahrerlebnis des K4 ist eine bewusste Reminiszenz an eine aufregendere Ära des Automobils. Der Basis-1,0-Liter-Turbomotor kostet ab 26.045 £ mit Schaltgetriebe und bietet ein rohes, vernetztes Gefühl, das viele Fahrer in modernen Autos vermissen. Der 1,6-Liter-Turbomotor mit 177 PS liefert eine temperamentvollere Leistung und beschleunigt in 8,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Das Handling des K4 fühlt sich direkt und einnehmend an, eine willkommene Abwechslung zur oft gefühllosen Lenkung vieler moderner Schrägheckmodelle. Das Auto wird in Mexiko hauptsächlich für den amerikanischen Markt gebaut, aber die europäische Version fühlt sich raffiniert und gut abgestimmt für lokale Straßen an.
Sich gegen Trends stellen
Kia schwimmt mit dem K4 bewusst gegen den Strom. Das Unternehmen bietet nicht nur eine benzinbetriebene Familienvariante an, sondern wehrt sich aktiv gegen den SUV-Trend. Der XCeed, eine höhergelegte Variante des vorherigen Ceed, bleibt für diejenigen erhältlich, die einen abenteuerlicheren Look bevorzugen, und Kia testet sogar eine stilvolle Kombiversion.
Der K4 beweist, dass traditionelle Schrägheckmodelle immer noch ihren Platz in der Automobillandschaft haben. Es ist eine erfrischende Erinnerung daran, dass der beste Weg nach vorne manchmal darin besteht, noch einmal darüber nachzudenken, was in der Vergangenheit gut funktioniert hat.
Der K4 ist ab sofort im Angebot, die Preise beginnen bei 26.045 £. Detailliertere Tests auf britischen Straßen und eine Evaluierung des Einstiegsmodells 1.0T folgen Anfang 2026.
