Der Forschungs- und Entwicklungsleiter von MG, Qiu Jie, hat einen Hauptgrund dafür aufgedeckt, dass sich Range-Extender-Hybride in Europa nicht durchsetzen: Sie haben Schwierigkeiten, die kommenden Euro-7-Abgasnormen zu erfüllen. Das mag kontraintuitiv erscheinen, wenn man bedenkt, dass diese Fahrzeuge elektrischen Antrieb mit einem Ersatzbenzinmotor kombinieren, aber die Testverfahren offenbaren eine entscheidende Schwäche.
Wie sich Range Extender von herkömmlichen Hybriden unterscheiden
Range-Extender-Hybride sind in erster Linie als Elektrofahrzeuge konzipiert und nutzen für die meisten Fahrten eine große Batterie (normalerweise 40–80 kWh). Wenn die Batterie leer ist, schaltet sich ein kleiner Verbrennungsmotor (ICE) ein, nicht um die Räder direkt anzutreiben, sondern um Strom für die Batterie zu erzeugen. Dies unterscheidet sich deutlich von herkömmlichen Plug-in-Hybriden (PHEVs).
Die Euro-7-Emissions-Challenge
Die Euro-7-Vorschriften sollen die Emissionskontrollen verschärfen, und der Testprozess deckt eine Schwachstelle bei Range-Extender-Designs auf. Insbesondere wenn die Batterie schwach ist, muss der Benzinmotor härter arbeiten, um genügend Strom zu erzeugen, um den Bedarf zu decken. Diese hochbelastete Betriebsphase führt zu erhöhten Emissionen und macht es Range Extendern schwer, die strengen Tests zu bestehen.
Kosten und Komplexität
Ein Schlüsselfaktor sind die Kosten: Range-Extender sparen oft an fortschrittlicher Emissionskontrolltechnologie, um die Kosten einer großen Batterie und zweier separater Antriebsstränge auszugleichen. PHEVs hingegen verfügen im Allgemeinen über robustere Systeme, da ihre Benzinmotoren aktiver in den Fahrzeugbetrieb integriert sind.
Warum PHEVs bestehen, wenn Range Extender ausfallen
PHEVs haben typischerweise eine direktere Verbindung zwischen Motor und Rädern, was eine bessere Effizienz im Benzinmodus ermöglicht. Das bedeutet auch, dass sie mit umfassenderen Emissionskontrollen ausgestattet sind. Im Wesentlichen kann ein PHEV eher wie ein schwereres Vollhybridauto funktionieren, wenn er nur mit Benzin betrieben wird.
Kurz gesagt geht es bei Euro 7-Tests nicht darum, wie oft ein Range Extender mit Benzin betrieben wird, sondern darum, sicherzustellen, dass er die Abgasnormen auch unter anspruchsvollsten Bedingungen einhält.
Diese regulatorische Hürde schränkt die Realisierbarkeit von Range-Extender-Hybriden in Europa effektiv ein, da die Hersteller Schwierigkeiten haben, die immer strengeren Emissionsanforderungen ohne erhebliche Kostensteigerungen zu erfüllen.


















