Nissan bietet zwei unterschiedliche Pathfinder an: Unibody- und Rugged-Body-on-Frame-Versionen

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Nissan bereitet die Aufspaltung seiner Pathfinder-Reihe vor und bietet neben einem neuen, robusteren Karosserie-SUV ein traditionelles Pkw-Modell an. Dieser Schritt wird durch die Marktnachfrage und die Notwendigkeit vorangetrieben, sowohl beim Komfort auf der Straße als auch bei der Geländetauglichkeit effektiv zu konkurrieren.

Dualer Ansatz: Bestehender vs. neuer Pathfinder

Der aktuelle Pathfinder der fünften Generation, der 2021 eingeführt wurde, wird mit Aktualisierungen fortgesetzt, die für etwa 2028 oder 2029 erwartet werden und sich auf die Verbesserung der Fahrqualität und des Handlings konzentrieren. Diese Version wird weiterhin ausschließlich mit Verbrennungsmotor betrieben, eine Abkehr von den bisher verfügbaren Hybridoptionen.

Nissan entwickelt jedoch auch einen separaten Pathfinder mit Karosserie auf dem Rahmen – möglicherweise vermarktet als „Pathfinder Pro-4X“ – der bereits Mitte 2029 auf den Markt kommen soll. Diese robuste Version wird eine neue Leiterrahmenplattform mit anderen Nissan- und Infiniti-Modellen teilen, darunter ein wiederauferstandener Xterra und ein neuer Frontier-Pickup.

Strategische Plattformfreigabe

Nissan strebt eine Teilegleichheit von 70 % bei den fünf auf dieser neuen Plattform gebauten Fahrzeugen an, um die Effizienz zu maximieren und die Entwicklungskosten zu senken. Der Pro-4X wird zunächst mit einem Benzinmotor auf den Markt kommen, ein Hybridantriebsstrang ist für später in seinem Lebenszyklus geplant. Erwarten Sie ein kastenförmigeres Design und eine größere Anhängelast, um ihn vom bestehenden Pathfinder abzuheben.

Marktkontext und Wettbewerb

Nissan ist nicht der Einzige, der sowohl Unibody- als auch Karosserie-SUVs anbietet. Toyota verkauft beispielsweise den Kluger (Unibody) und den Prado (Body-on-Frame) in Australien und den Highlander/Grand Highlander neben dem 4Runner/LandCruiser in den USA.

Interne Daten deuten darauf hin, dass mehr als die Hälfte der potenziellen Käufer zwischen den beiden Pathfinder-Modellen einkaufen könnte. Der bestehende Pathfinder erlebte im Jahr 2025 einen Verkaufshöchststand, übertraf in den USA die Marke von 100.000 Einheiten und verkaufte sich besser als der Toyota Highlander. Allerdings bleiben die Verkäufe in Australien mit nur 732 verkauften Einheiten im Jahr 2023 deutlich niedriger, verglichen mit über 8.000 Toyota Klugers.

Alternde Plattformen und Zukunftsaussichten

Der aktuelle Pathfinder verwendet eine Plattform aus dem Jahr 2000, die jedoch im Laufe der Jahre aktualisiert wurde. Nissan setzt auch bei anderen Modellen ähnlich betagte Plattformen ein, etwa beim Sportwagen Z.

Die Entscheidung von Nissan spiegelt einen breiteren Trend in der Branche wider: Automobilhersteller erkennen zunehmend die Notwendigkeit, auf unterschiedliche Verbraucherpräferenzen einzugehen und sowohl komfortable, straßenorientierte SUVs als auch leistungsfähigere, geländeorientierte Alternativen anzubieten. Die geteilte Pathfinder-Reihe ist eine direkte Antwort auf diese Anforderungen.

Das Unternehmen bleibt flexibel, wie lange es den Unibody Pathfinder in Produktion halten wird, was auf die Bereitschaft hinweist, sich an Marktveränderungen anzupassen.