Die Geschichte der Ford Motor Company ist eng mit dem Motorsport verknüpft. Im Jahr 1901 gewann Henry Ford ein 10-Meilen-Rennen gegen Alexander Winton in seinem selbstgebauten „Sweepstakes“-Auto, ein Sieg, der dazu beitrug, die Finanzierung für den Start des Unternehmens zu sichern. Jetzt, 125 Jahre später, verstärkt Ford seinen Rennsport und kehrt 2026 in die Formel 1 zurück.
Ein wiederbelebtes Rennsport-Erbe
Das Unternehmen wird Renneinsätze in 34 Kategorien weltweit unterstützen, darunter Rallye-Raids, Stock Cars und GT-Rennen. Trotz 22-jähriger Abwesenheit bleibt Ford mit 176 Rennsiegen der dritterfolgreichste Motorenhersteller in der F1-Geschichte – nur hinter Ferrari und Mercedes.
Der bisherige Erfolg des Unternehmens beruhte auf von Cosworth gebauten Motoren, darunter dem legendären DFV.
Die neue Partnerschaft mit Red Bull
Fords jüngste Rendite ist anders strukturiert. Das Blue Oval ist eine Partnerschaft mit Red Bull eingegangen und der 1,6-Liter-V6-Hybridantriebsstrang für den RB22 wird von Red Bull Ford Powertrains in Milton Keynes entwickelt. Das Ausmaß der direkten Beteiligung von Ford am Bau des Antriebsstrangs bleibt abzuwarten.
Warum zum Grand-Prix-Rennsport zurückkehren?
Laut dem Vorsitzenden Bill Ford ist das Ziel einfach: „Siegen.“ Die Leidenschaft der Ford-Familie für den Rennsport ist in der gesamten Unternehmensgeschichte eine Konstante. Es gibt jedoch auch geschäftliche Auswirkungen.
In einem Markt, in dem sich die Produktpalette von Ford zunehmend auf SUVs konzentriert, stellt sich die Frage: Wird die Teilnahme an der Formel 1 den Autoabsatz ankurbeln, insbesondere in Regionen, in denen sportliche Modelle weniger im Vordergrund stehen? Diese Rückkehr ist nicht nur eine Anspielung auf die Geschichte, sondern auch ein Versuch, Fords Leistungsidentität in der modernen Automobillandschaft wieder zu stärken.
Bei Fords Vermächtnis im Motorsport ging es schon immer um mehr als nur Rennen. Es geht darum, einen Ruf für Innovation, Ingenieurskunst und das unermüdliche Streben nach Sieg aufzubauen – Eigenschaften, die das Unternehmen in Verkäufe und Markenbekanntheit umsetzen möchte.


















