Rivian R1S-Reparaturkosten steigen: 54.000-Dollar-Rechnung für kleinere Schäden

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Ein aktueller Vorfall mit einem geparkten Rivian R1S verdeutlicht einen alarmierenden Trend: Selbst scheinbar geringfügige Kollisionen können unerwartet hohe Reparaturrechnungen nach sich ziehen. Ein Besitzer erfuhr dies aus erster Hand, als ein einfacher Kotflügelschaden zu einem Angebot von 53.736 US-Dollar von einem autorisierten Rivian-Servicecenter führte – mehr als die Hälfte des ursprünglichen UVP des Fahrzeugs.

Der Vorfall und der Gesetzentwurf

Der Schaden selbst schien bescheiden zu sein: eine Delle in der hinteren Seitenverkleidung sowie einige damit verbundene Schäden an Rad, Rahmen und Aufhängung. Erste Schätzungen gehen von Reparaturkosten in Höhe von einigen tausend Dollar aus. Aufgrund der komplexen Konstruktion von Rivian ist jedoch eine umfangreiche Demontage und erneute Montage erforderlich, um selbst diesen scheinbar begrenzten Schaden zu beheben.

Die Aufteilung des Gesetzentwurfs ist atemberaubend: Fast 30.000 US-Dollar sind ausschließlich für die Arbeit vorgesehen. Die Versicherung des Eigentümers würde den größten Teil davon abdecken, so dass ihm 14.000 US-Dollar aus eigener Tasche entstehen müssten.

Warum so teuer?

Der Hauptschuldige ist das Design des R1S: Der Austausch der hinteren Seitenverkleidung ist kein einfacher Austausch. Techniker müssen einen Großteil des Innenraums ausbauen und große Teile der Fahrzeugseite entfernen, um an den beschädigten Bereich zu gelangen und ihn auszutauschen. In manchen Fällen muss sogar das Panorama-Glasdach entfernt werden.

Noch schlimmer ist die Situation für Rivian R1T-Besitzer, deren größere hintere Seitenverkleidungen weiter oben am Fahrzeugrahmen ragen. Der Besitzer stellte klar, dass es zwar keine nennenswerten Motor- oder Batterieschäden gegeben habe, die „Seite des Fahrzeugs jedoch als integraler Bestandteil des Rahmens betrachtet wird“, was den umfangreichen (und kostspieligen) Reparaturprozess rechtfertigt.

Ein wachsendes Muster

Dies ist kein Einzelfall. Frühere Berichte beschreiben ähnlich hohe Reparaturkosten für Rivian-Fahrzeuge, einschließlich einer Schätzung von 21.000 US-Dollar für einen geringfügigen Rückfahrunfall. Auch wenn zugrunde liegende strukturelle Probleme eine Rolle spielen können, wirft der schiere Umfang dieser Rechnungen Fragen hinsichtlich der Praktikabilität einer Reparatur dieser Fahrzeuge im Vergleich zu Totalschadensansprüchen auf.

Die hohen Kosten sind auf die Komplexität der Fahrzeugkonstruktion zurückzuführen, wobei der Arbeitsaufwand einen unverhältnismäßig großen Teil des Endpreises ausmacht. Solange Rivian diese Reparaturineffizienzen nicht behebt, besteht für Eigentümer das Risiko, dass die Reparaturrechnungen für relativ geringfügige Schäden lahmgelegt werden.