Volkswagen ID 3 wird im Rahmen eines großen Updates umbenannt

23

Nach Angaben des Vertriebsleiters des Unternehmens, Martin Sander, soll das beliebte elektrische Fließheckmodell ID 3 von Volkswagen später in diesem Jahr einen neuen Namen und ein umfassendes Redesign erhalten. Dieser Schritt signalisiert einen umfassenderen Wandel bei Volkswagen hin zur Abkehr vom ursprünglichen „ID“-Nummerierungssystem zugunsten konventionellerer Modellnamen.

Rückkehr zur traditionellen Benennung

Die Entscheidung fällt, während Volkswagen seine frühe EV-Strategie neu bewertet. Ursprünglich sollte das „ID“-Branding die neue Elektropalette des Unternehmens, beginnend mit dem ID 3 im Jahr 2021, differenzieren. Mittlerweile erkennt das Unternehmen jedoch den Wert etablierter Typenschilder an, wie die kommenden Modelle wie der ID Polo und der ID Cross zeigen.

Trotz der Erwartungen, dass der ID 3 seine numerische Bezeichnung behalten würde, bestätigte Sander, dass das Modell umbenannt wird. Als er direkt gefragt wurde, ob das Auto einen neuen Namen bekommen würde, antwortete er schlicht: „Es bekommt einen Namen, ja.“ Obwohl Einzelheiten noch nicht bekannt gegeben wurden, deutet dies darauf hin, dass Volkswagen beabsichtigt, die bestehende Markenbekanntheit zu nutzen, anstatt völlig neue Identifikatoren einzuführen.

Dem Beispiel des ID 4 folgen

Das Rebranding des ID 3 spiegelt eine ähnliche Strategie für den SUV ID 4 wider, der als ID Tiguan neu aufgelegt wird. Ziel dieser Verschiebung ist es, den Elektro-SUV neben dem meistverkauften Benzinmodell von Volkswagen zu positionieren und dabei von der Bekanntheit der Verbraucher und der Markentreue zu profitieren.

Warum das wichtig ist

Die Abkehr vom „ID“-System spiegelt einen breiteren Trend in der Automobilindustrie wider, wo Hersteller zunächst mit disruptiven Namenskonventionen experimentierten, bevor sie zu etablierten Marken zurückkehrten. Der anfängliche Vorstoß nach völlig neuen Identitäten erwies sich als weniger effektiv als die Nutzung vorhandener Namensschilder, insbesondere da der Wettbewerb auf dem Markt für Elektrofahrzeuge zunimmt.

Der ID 3 wird nicht in Golf umbenannt. Volkswagen hat bereits bestätigt, dass ein spezieller Elektro-Golf in der Entwicklung ist. Die Strategie des Unternehmens besteht nun darin, die Markenkonsistenz wiederherzustellen, anstatt das Rad neu zu erfinden.

„Früher gab es in der gesamten Branche die Vorstellung, alles anders zu machen … die Branche hat gelernt, dass nicht alles Alte schlecht war.“

Der veränderte Ansatz von Volkswagen unterstreicht eine pragmatische Reaktion auf die Marktrealitäten. Bei der Umbenennung des ID 3 geht es darum, die Wahlmöglichkeiten für Verbraucher zu vereinfachen, die Markenidentität zu stärken und letztendlich den Umsatz in einer sich schnell entwickelnden Elektrofahrzeuglandschaft anzukurbeln.