Volvo führt ein umfangreiches Over-the-Air-Software-Update für rund 2,5 Millionen Fahrzeuge weltweit durch und bringt das neueste Infotainment-Erlebnis – einschließlich Google Gemini AI – auf ältere Modelle, ohne dass ein Besuch beim Händler erforderlich ist. Das Update, das in den kommenden Monaten eingeführt wird, wird die Benutzeroberfläche der ab 2020 gebauten Volvos modernisieren und sie an die neueren Modelle EX30, EX60 und EX90 anpassen.
Modernisierung der Flotte: Ein Software-First-Ansatz
Dieser Schritt stellt einen bedeutenden Schritt in der Strategie von Volvo dar, seine Flotte durch Software-Updates auf dem neuesten Stand zu halten, anstatt sich ausschließlich auf Hardware-Upgrades zu verlassen. Der CTO des Unternehmens, Anders Bell, beschrieb die Einführung als „eines der größten Over-the-Air-Updates in der Geschichte der Welt“ und betonte das Ausmaß der Operation.
Warum das wichtig ist: Volvo verlängert effektiv die Lebensdauer seiner bestehenden Fahrzeuge, indem es ihnen per Software aktualisierte Funktionen verleiht – ein Trend, den viele Autohersteller übernehmen. Dieser Ansatz spart Kunden Geld, reduziert Abfall und hält Autos länger wettbewerbsfähig.
Gemini-Integration: Ein konversationsorientierter KI-Sprung
Das Hauptmerkmal des Updates ist die Integration von Google Gemini, das den älteren Google Assistant ersetzt. Dies bedeutet, dass Besitzer unterstützter Volvos Zugriff auf einen fortschrittlicheren KI-Assistenten erhalten, der natürliche Sprachverarbeitung, Konversationsinteraktionen und sogar Live-Brainstorming ermöglicht.
Was Zwillinge zum Auto bringen
- Intuitive Sprachsteuerung: Gemini versteht natürlichere Sprachmuster und erleichtert so die Interaktion im Auto während der Fahrt.
- Mehrsprachige Unterstützung: Das System kann Nachrichten vor dem Senden sofort übersetzen.
- Kontextbewusstsein: Gemini kann Informationen aus der Bedienungsanleitung des Autos oder Details zu Ihrem Ziel abrufen.
- Live-Funktionalität: Die KI kann Sie unterwegs beim Lernen, bei der Problemlösung oder einfach beim Brainstorming von Ideen unterstützen.
Der Haken bei der Hardware: Während das Software-Erlebnis bei älteren und neueren Modellen weitgehend gleich sein wird, wird es aufgrund unterschiedlicher Chipsätze und Bildschirmgrößen in früheren Fahrzeugen einige geringfügige Unterschiede geben.
Ein Wandel hin zu softwaredefinierten Fahrzeugen
Das Update von Volvo ist Teil eines breiteren Branchentrends hin zu softwaredefinierten Fahrzeugen (SDVs). Anstatt auf neue Hardware-Zyklen zu warten, treiben Autohersteller Updates voran, die neue Funktionen hinzufügen oder Fehler aus der Ferne beheben können. Dadurch bleiben die Autos frisch, sicher und wettbewerbsfähig, ohne dass kostspielige physische Upgrades erforderlich sind.
Das Update wird voraussichtlich in den nächsten Monaten drahtlos eingeführt, ohne dass ein Besuch beim Händler erforderlich ist. Dies ist ein Beispiel dafür, wie Over-the-Air-Updates für moderne Fahrzeuge zur Norm werden und es den Herstellern ermöglichen, schnell zu iterieren und den Kunden noch lange nach dem Erstkauf einen Mehrwert zu bieten.
