Aston Martin erweitert seine Leistungshierarchie. Erlkönigaufnahmen bestätigen, dass eine leistungsstärkere Version seines Flaggschiff-Grand-Tourers, des Vanquish, auf dem Nürburgring getestet wird. Diese Entwicklung signalisiert, dass der britische Hersteller sein Hochleistungs-GT-Segment verdoppelt und Konkurrenten wie Ferrari mit einer raffinierten Hochleistungsmaschine herausfordert.
Ein strategischer Schachzug in einem überfüllten Portfolio
Während Aston Martin in letzter Zeit mit Mittelmotor-Hypercars wie dem Valhalla und Valkyrie für Schlagzeilen sorgte, verstärkt die Marke gleichzeitig ihr Angebot an Frontmotoren. Das aktuelle Portfolio umfasst den neu eingeführten DB12 S und einen Hot-Rod-Vantage-Prototyp, der angeblich das AMR-Emblem wiederbeleben soll.
Die Einführung eines Vanquish mit höherer Spezifikation passt in diese umfassendere Strategie. Ziel ist es, über dem Standard-Vanquish zu liegen und Enthusiasten eine Brücke zwischen alltäglichem Grand-Touring und rennstreckenorientierter Leistung zu bieten. **Es wird erwartet, dass dieses Modell als ultimativer Ausdruck der V12-Technik von Aston Martin dient und sich direkt gegenüber Konkurrenten wie dem Ferrari 12Cilindri positioniert.
Energiepotenzial und technische Grundlagen
Der serienmäßige Aston Martin Vanquish kann bereits beeindruckende Zahlen vorweisen, angetrieben von einem 5,2-Liter-V12-Motor mit zwei Turboladern, der 823 PS und 1.000 Nm Drehmoment leistet. Diese Leistung übertrifft seinen Vorgänger, den DBS Superleggera, und übertrifft den V12-Saugmotor des Ferrari 12Cilindri um 5 PS und 322 Nm Drehmoment.
Für die neue „S“- oder Performance-Variante sind die Erwartungen an eine weitere Leistungssteigerung hoch. Zu den Schlüsselfaktoren, die dies unterstützen, gehören:
* Verstärkter Motorblock: Der Zylinderblock des aktuellen Vanquish wurde verstärkt, um höheren Belastungen standzuhalten, was Spielraum für mehr Leistung bietet.
* Boost-Modus-Technologie: Das bestehende Modell verfügt über einen „Boost-Modus“, der den Turbodruck bei Teillast erhöht, ein System, das in der neuen Variante wahrscheinlich auf eine höhere Leistung abgestimmt ist.
* Historischer Präzedenzfall: Frühere „S“-Modelle in der Aston-Martin-Familie haben in der Regel geringfügige, aber deutliche Leistungssteigerungen gegenüber ihren Basismodellen erzielt.
Handhabung und Gewichtsmanagement
Trotz seiner immensen Kraft wird der Standard-Vanquish für seine Agilität gelobt. Es verfügt über eine Doppelquerlenker-Aufhängung vorne und ein Mehrlenkersystem hinten, was es ihm ermöglicht, Kurven mit überraschender Präzision für ein Auto mit einem Gewicht von 1.774 kg zu bewältigen.
Allerdings erscheint eine signifikante Gewichtsreduzierung für die neue Variante unwahrscheinlich. Das aktuelle Modell verfügt bereits über eine großflächige Kohlefaserkarosserie und eine aluminiumgebundene Struktur. Weitere Gewichtseinsparungen wären wahrscheinlich eher auf den Austausch geringfügiger Komponenten als auf eine grundlegende Änderung der Architektur zurückzuführen. Vielmehr soll der Fokus auf einer noch sportlicheren Verfeinerung der Fahrdynamik liegen.
Äußere Hinweise und Designänderungen
Erkundungsaufnahmen des Prototyps zeigen subtile, aber deutliche äußere Modifikationen, die die Aerodynamik und die visuelle Aggressivität verbessern sollen:
* Vorderseite: Minimale Änderungen, mit einem neuen Unterlippensplitter.
* Räder: 21-Zoll-Schmiederäder decken die serienmäßigen Carbon-Keramik-Bremsen ab, reduzieren die ungefederten Massen und verbessern die Ästhetik.
* Heckdesign: Die bedeutendsten Änderungen finden sich am Heck. Eine verlängerte Spoilerlippe und ein modifizierter Heckdiffusor deuten auf einen verbesserten Abtrieb hin.
* Auspuffanlage: Während Vierrohr-Auspuffrohre sichtbar sind, deutet ein zusätzliches Netz im Kofferraumbereich auf eine überarbeitete Auspuffanordnung hin, bei der möglicherweise die Standardrohre durch größere oder anders positionierte Auslässe ersetzt werden.
Marktposition und Preisgestaltung
Die neue Vanquish-Variante soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Aufgrund seiner verbesserten Leistung und exklusiven Positionierung wird er einen erheblichen Preisaufschlag gegenüber dem aktuellen Vanquish-Startpreis von 334.000 £ erzielen.
Dieses Modell repräsentiert Aston Martins Bestreben, den Ultra-Luxus-GT-Sektor zu dominieren, und bietet eine Mischung aus V12-Donner und moderner Technik, mit der nur wenige Konkurrenten mithalten können.
Fazit
Der Test einer heißeren Vanquish-Variante bestätigt die Absicht von Aston Martin, seinen Vorsprung auf dem Markt der Hochleistungs-Grand-Tourer zu behaupten. Durch die Nutzung seines robusten V12-Motors und des verfeinerten Fahrwerks möchte die Marke eine überzeugende Alternative zu italienischen Konkurrenten bieten und rohe Kraft mit ausgefeilter Fahrdynamik verbinden.


















