Toyota hat einen umfassenden Rückruf angekündigt, der mehr als eine Million Toyota- und Lexus-Fahrzeuge sowie den Subaru Solterra betrifft. Hintergrund des Rückrufs ist ein möglicher Softwarefehler, der die Funktionalität der Rückfahrkamera beeinträchtigen und das Unfallrisiko erhöhen könnte.
Das Problem: Verzögerte oder eingefrorene Kameraanzeige
Das Problem entsteht, wenn der Fahrer nach dem Starten des Fahrzeugs zu schnell den Rückwärtsgang einlegt – nämlich zwischen 0,7 und 2,6 Sekunden nach der Zündung. In diesen Fällen kann es sein, dass das Bild der Rückfahrkamera bis zu 1,8 Sekunden lang einfriert oder beim nächsten Start überhaupt nicht angezeigt wird. Diese Sichtbehinderung stellt eine potenziell gefährliche Situation dar, da sie den Fahrer beim Rückwärtsfahren daran hindern könnte, Hindernisse – Fußgänger, andere Fahrzeuge oder Gegenstände – hinter seinem Auto zu erkennen.
Die Hauptursache ist ein Softwareproblem im Zusammenhang mit dem Parkassistent-ECU des Fahrzeugs. Das System versucht innerhalb der ersten 12,5 Sekunden nach der Zündung zweimal, die optischen Ausrichtungsdaten der Kamera zu schreiben. Wenn diese Prozesse zufällig innerhalb des angegebenen Zeitrahmens auftreten, kann dies die normale Funktion der Rückfahrkamera unterbrechen.
Betroffene Modelle und was zu tun ist
Der Rückruf betrifft eine Vielzahl von Toyota- und Lexus-Modellen aus den letzten und kommenden Modelljahren. Hier ist eine vollständige Liste der betroffenen Fahrzeuge:
- Lexus: 2023–2025 ES, 2024–2025 GX, 2024–2025 LC, 2023–2025 LS, 2022–2025 LX, 2022–2025 NX, 2023–2026 RX, 2023–2025 RZ, 2024-2026 TX
- Subaru: 2023-2025 Solterra
- Toyota: 2023-2025 BZ4X, 2025-2026 Camry, 2023-2026 Crown, 2025 Toyota Crown Signia, 2024-2026 Grand Highlander, 2023-2025 Highlander, 2024-2025 Land Cruiser, 2023-2025 Mirai, 2023–2025 Prius, 2023–2025 RAV4, 2025 Sienna, 2023–2024 Venza
Toyota hat bereits Kontakt zu registrierten Besitzern betroffener Fahrzeuge aufgenommen. Das Unternehmen stellt Anweisungen zur Planung eines kostenlosen Software-Updates in einem örtlichen Toyota-Servicecenter zur Verfügung. Ein Techniker aktualisiert dann die Software des Parkassistent-ECU und behebt so die mögliche Fehlfunktion der Kamera.
Warum das wichtig ist
Dieser Rückruf verdeutlicht die zunehmende Komplexität moderner Fahrzeugtechnologie und das Potenzial von Softwarefehlern, die sich auf die Sicherheit auswirken. Rückfahrkameras sind eine standardmäßige Sicherheitsfunktion, die dazu dient, Unfälle zu reduzieren, und ein Ausfall dieses Systems könnte schwerwiegende Folgen haben. Der große Umfang dieses Rückrufs, der mehrere Modelle und eine Zusammenarbeit mit Subaru umfasst, unterstreicht die Bedeutung strenger Softwaretests und -validierung in der Automobilindustrie. Obwohl das Risiko relativ gering ist – das Problem tritt nur unter bestimmten Bedingungen auf –, macht das Schadenspotenzial diese proaktive Maßnahme von Toyota erforderlich.



































