Hyundai bereitet sich darauf vor, auf einer der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt seine technischen Grenzen zu überschreiten. Nächsten Monat wird der Autohersteller seinen Hochleistungs-N-Motor der nächsten Generation beim prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring vorstellen.
Das Unternehmen plant, den neuen Antriebsstrang mit zwei speziell ausgestatteten Elantra N-Rennwagen auf Herz und Nieren zu testen und dabei das anstrengende Langstreckenrennen als reales Labor zu nutzen.
Tests unter extremen Bedingungen
Während Hyundai spezifische technische Spezifikationen geheim gehalten hat, hat das Unternehmen bestätigt, dass der neue Motor darauf ausgelegt ist, „verbesserte Leistungs- und Ansprecheigenschaften“ zu bieten und gleichzeitig die immer strengeren globalen Emissionsvorschriften einzuhalten.
Das Hauptziel dieser Bereitstellung ist die Validierung. Mit dem Rennen auf dem Nürburgring will Hyundai die Haltbarkeit und Leistung des Motors unter extremer thermischer und mechanischer Belastung unter Beweis stellen. Dieser „Feuerversuch“-Ansatz ist ein Markenzeichen des Entwicklungsprozesses von Hyundai. Vor einem Jahrzehnt nutzte das Unternehmen eine ähnliche Prototypen-Teststrategie mit dem i30, um den Weg für seinen aktuellen erfolgreichen 2,0-Liter-Turbomotor zu ebnen.
Die Machtlücke schließen
Die Umstellung auf einen leistungsstärkeren Motor ist eine strategische Notwendigkeit für die Performance-Abteilung von Hyundai. Derzeit leistet der Elantra N 276 PS und 289 Pfund-Fuß Drehmoment. Diese Zahlen sind zwar leistungsfähig, bedeuten jedoch, dass der Elantra N im Vergleich zu seinen Hauptkonkurrenten einen Wettbewerbsnachteil hat:
- Honda Civic Type R: Liefert 315 PS (und ist teurer).
- Volkswagen Golf R: Leistet 328 PS.
- Volkswagen Golf GTI: Bietet 241 PS (zu einem ähnlichen Preis).
Durch die Modernisierung des Antriebsstrangs möchte Hyundai diese Lücke schließen und mehr Leistung bieten, um mit den etablierten Schwergewichten der Segmente „Hot Hatch“ und Performance-Limousinen zu konkurrieren.
Evolution oder Revolution?
Branchenanalysten vermuten, dass es sich bei diesem neuen Motor nicht um eine völlige Neukonstruktion, sondern um eine hochentwickelte Weiterentwicklung der bestehenden 2,0-Liter-Architektur handeln könnte. Wenn dies der Fall ist, könnten Enthusiasten mit einer Leistungssteigerung rechnen, die auf die 300-PS-Marke abzielt und sich auf eine gleichmäßigere Leistungsabgabe und eine bessere Gasannahme konzentriert, statt auf einen gewaltigen Hubraumsprung oder die Technologie der Zwangsansaugung.
Der Nürburgring dient als ultimatives Testgelände und stellt sicher, dass diese Motoren, wenn sie schließlich in die Ausstellungsräume kommen, ebenso zuverlässig wie schnell sind.
Schlussfolgerung
Die Teilnahme von Hyundai am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring markiert einen großen Schritt in der Entwicklung seiner N-Performance-Marke. Wenn sich die Tests als erfolgreich erweisen, wird die nächste Generation der Elantra N-Modelle wahrscheinlich die höhere Leistung bieten, die erforderlich ist, um direkt mit den leistungsstarken Kompaktmodellen der Branche zu konkurrieren.

















