Sie betreten ein Autohaus und das erste, was Sie sehen, ist eine glänzende Folie, die an der Windschutzscheibe befestigt ist. „Fragen Sie uns nach dem CARFAX-Bericht!“ schreit das Schild. Es ist ein verführerisches Angebot. Kostenlose Daten. Seelenfrieden. Aber ist es echt?
Mittlerweile nutzen rund 29.000 Gebrauchtwagenhändler CARFAX. Wenn ein Verkäufer versucht, der Frage auszuweichen oder Sie an der Nase herumzuführen, gehen Sie weg. Für Gebrauchtfahrzeuge der gehobenen Preisklasse verlangen viele Hersteller diese Berichte im Rahmen ihrer Programme für zertifizierte Gebrauchtfahrzeuge. Sie versprechen keine Pannen und keine versteckten Probleme. Es ist ein Standard an Transparenz, der zu erwarten ist, kein Luxus.
Natürlich müssen Sie sich nicht auf ihre Großzügigkeit verlassen. Sie können Ihren eigenen Verlaufsbericht direkt von der CARFAX-Website abrufen. Sie deckt nahezu alle nach 1981 gebauten Pkw und leichten Lkw ab. Davor waren Fahrgestellnummern nicht standardisiert, sodass die Datenbank hier aufhört.
Die Preisgestaltung ist unkompliziert. Ein einzelner Bericht kostet 29,99 $. Wenn Sie mehrere Autos kaufen oder den Bestand umtauschen, können Sie 10 Berichte für 34,99 $ erhalten. Unbegrenzter Zugang kostet 39,99 $. In jedem Fall haben Sie 30 Tage Zeit, den Dienst zu nutzen. Dieses Zeitfenster bietet genügend Zeit, um einen problematischen Titel zu diagnostizieren.
Es ist jedoch riskant, sich ausschließlich auf ein vom Händler bereitgestelltes Datenblatt zu verlassen.
Warum Sie Ihre eigene Fahrzeughistorie abrufen sollten
Einen Computerausdruck zu fälschen ist trivial. Ein Verkäufer kann in wenigen Minuten ein PDF mit Photoshop erstellen. Sie müssen die Daten selbst überprüfen. Dabei geht es nicht nur um Skepsis; es geht um Due Diligence.
Überprüfen Sie zunächst die Fahrgestellnummer. Die Fahrzeugidentifikationsnummer im Bericht muss mit dem physischen Stempel auf dem Auto übereinstimmen. Es wurden Fälle dokumentiert, in denen Verkäufer eine Fahrgestellnummer anpreisten, während sie ein anderes Fahrzeug derselben Marke und desselben Modells präsentierten. Ein sorgfältiger physischer Vergleich der VIN des Armaturenbretts mit der im Bericht aufgeführten sollte Sie beruhigen.
Zweitens überprüfen Sie den Vorbesitzer. Stimmt der Name im Verlaufsbericht mit der Person überein, die vor Ihnen steht? Wenn es eine Diskrepanz gibt, graben Sie tiefer.
„CARFAX empfiehlt Ihnen nicht, sich bei allen Ihren Autokaufbedürfnissen auf einen Fahrzeughistorienbericht zu verlassen.“
Das Unternehmen selbst räumt ein, dass Aufzeichnungen unvollständig oder verfallen sein können. Sie empfehlen Ihnen, die Maschine Probe zu fahren, sie von einem Mechaniker überprüfen zu lassen und sich über die spezifischen Besonderheiten dieses Modells zu informieren. Ein Geschichtsbericht ist ein Ausgangspunkt. Es handelt sich nicht um eine Garantie.
Alternative Quellen für Gebrauchtwagenhistorie
CARFAX dominiert das Gespräch, ist aber nicht die einzige Option. Andere Dienste und Regierungsdatenbanken stellen überschneidende Daten bereit, die auf potenzielle Probleme verweisen können.
Experian AutoCheck ist ein wichtiger Konkurrent. Das National Insurance Crime Bureau (NICB) verfolgt gestohlene Fahrzeuge. Die Datenbank des National Motor Vehicle Title Information Systems hilft bei der Überprüfung des Titelstatus über Staatsgrenzen hinweg. Die Nutzung mehrerer Quellen trägt dazu bei, die Lücken zu schließen, die durch blinde Flecken einzelner Anbieter entstehen.
Consumer Reports hat zuvor die Zuverlässigkeit dieser Berichte in Frage gestellt und darauf hingewiesen, dass sie möglicherweise nicht alle mechanischen Probleme oder nicht gemeldeten Schäden erfassen. Die Daten sind nur so gut wie die Unternehmen, die sie übermitteln. Wenn eine Karosseriewerkstatt eine Reparatur nicht meldet, bleibt der Bericht sauber. Wenn ein privater Verkäufer keinen Unfall meldet, bleibt die Akte klar.
Aus diesem Grund bleibt die physische Inspektion unabdingbar. Die Papierspur kann gefälscht sein. Der gebogene Rahmen kann das nicht.
So nutzen Sie einen Carfax-Bericht effektiv
Achten Sie beim Erstellen Ihres eigenen Berichts auf Muster. Ein einziger Ölwechsel alle 5.000 Meilen? Gut. Lücken in der Servicehistorie? Rote Fahne. Mehrere Eigentümer in kurzer Zeit? Vielleicht. Ein Titel mit der Marke „Bergung“ oder „Wiederaufbau“? Laufen.
Die Datenbank umfasst Daten von Autoauktionen und wurde in den letzten Jahren um die bei Auktionen entdeckten Schäden erweitert. Es enthält auch Fahrgestellnummern aus dem Programm „Cash for Clunkers“. Diese Ergänzungen tragen dazu bei, ein umfassenderes Bild zu zeichnen, ersetzen jedoch nicht den Schraubenschlüssel in den Händen eines qualifizierten Technikers.
Der Kauf eines Gebrauchtwagens ist ein Glücksspiel. Der Verlaufsbericht lässt die Chancen leicht zu Ihren Gunsten steigen. Das Risiko wird dadurch nicht beseitigt. Es stellt nur sicher, dass Sie genau wissen, worauf Sie sich einlassen. Oder was du nicht bist.
Überprüfen Sie die Fahrgestellnummer. Ordnen Sie die Zahlen zu. Vertrauen Sie Ihren Augen mehr als dem Bildschirm. Dann fahren Sie damit.

















