Schöne Autos, die floppten (und andere, die überraschten)

6

Sie sehen, wie das Tuch wegrutscht.
Die Menge beugt sich vor.
Es sieht aus wie ein Volltreffer.
Normalerweise ist es so.

Manchmal ist der Glanz jedoch falsch.

Möglicherweise passt das Laufwerk nicht zum Design.
Vielleicht ist der Preis blöd.
Vielleicht hat niemand davon gehört.
Oft sind es alle drei und noch ein paar andere Dinge, die das Fundament von innen verfaulen lassen.

Hier ist unsere Auswahl an Autos, die wie Sterne aussahen.
Sie haben nicht geliefert.
Dann fünf weitere Maschinen, die allen Widrigkeiten trotzten.

Das richtige Rezept, die falsche Pfanne

Alfa Romeo 4C

Alle Teile waren perfekt.

Carbonwanne? Überprüfen.
Mittelmontierter Turbo? Überprüfen.
Tolles Styling und das Alfa-Emblem, das pure Freude verspricht? Überprüfen Sie es noch einmal.

Wo ist es also kaputt gegangen?

Die Geometrie.
Alfas Federung war unruhig.
Wirklich nervös.
Die Richtungsstabilität ähnelte einem Huhn, das abheben wollte.
Und es war laut.
Ermüdenderweise.

Alfas, die nicht gut fahren, verkaufen sich nicht.
Der 4C war fehlerhaft.
Gute Zutaten, schlechter Kuchen.

DS Automobiles DS 5

DS ist das Premium-Baby von Citroën, das 2009 als Untermarke eingeführt wurde, bevor es eine eigenständige Marke wurde.

Der DS 5?
Schön.
Beunruhigt.

Es verkaufte sich so langsam, dass es sich wie eine limitierte Auflage anfühlte.
Als er das Citroën-Emblem trug, sah er aus wie ein echter BMW-Killer.
Teils Shooting Brake, teils Coupé, teils Fließheck.

Schnell? Ja.
Üppiges Interieur? Ja.

Extrem steife Federung?
Ja.
Diese Steifheit war der entscheidende Faktor.

Versteckt in Sichtweite

Jaguar XJR575

Dieses Auto existierte zehn Minuten, vielleicht auch weniger, versteckt hinter Vorhängen.

575 PS.
Daher der Name.
In 6,5 Sekunden erreicht er 62 Meilen pro Stunde.
In 44 Sekunden erreicht er 186 Meilen pro Stunde.

Er handhabt die Kraft mit der typischen XJ-Eleganz.
Es war auch der letzte Benzin-XJ.

Ist es gestorben?
Ja.

Die WLTP-Regeln haben alles verändert.
Der Ausfall der Dieselnachfrage hat die Variante in den meisten Märkten zum Erliegen gebracht.
Es hätte ein besseres Schicksal verdient.
Eigentlich schade.

Das Problem des mittleren Kindes

Honda CR-Z

Es erinnerte an Hondas legendären CR-X.
Von einem Drift-Ass mitentwickeltes Chassis.
Vollgepackt mit Technik, die sich für die damalige Zeit frisch anfühlte.

Doch das Leben endete früh.

Warum?
Die Mischung stimmte nicht.
Es hat nie den „Ich will eins“-Knopf gedrückt.

Der alte CR-X war pur.
Der CR-Z war ein Hybrid.
In Funktion und Charakter.

War es schnell genug für Puristen? Nein.
Sparsam genug für Pendler? Auch nein.
Praktisch genug? Nicht wirklich.

Es befand sich in einer Lücke, die nicht existierte.
Also ist es gestorben.

Der seltsame Fall des Urban Cruiser

Toyota Urban Cruiser

Da war es.
Ein kleiner Crossover von Toyota, 2009 bis 2012.
Einfach.
Wirksam.
Und doch sitzt es hier und erinnert sich nur an die wenigen, die in Asien oder Europa lebten.
Was macht man mit einem Auto, das alles richtig macht, außer in Erinnerung zu bleiben?

Niemand weiß es.